Verdiente 1:3 Niederlage gegen Bornhöved

Endlich. Endlich wieder Freiluftfußball im Waldstadion. Endlich wieder Kreisliga. Endlich hat die lange Fußballpause von rund vier Monaten ein Ende. Zum Start in die Punktspielzeit 2018 gastierte am gestrigen Nachmittag um 16:00 Uhr der aktuell Tabellendritte beim SVB, die SG Bornhöved-Schmalensee. Wer sich an das Hinspiel (5:0-Sieg der SG) erinnern konnte, ahnte bereits vor dem Spiel nichts Gutes.

In der Tat war es auch der Gast, der vom Anpfiff hinweg das Spiel nahezu über die gesamte Spieldauer dominierte. Anders aber als im Hinspiel hielt der SV Boostedt besser dagegen, wenngleich der Gastgeber rund drei Viertel des Spiels wenig Torraumszenen kreierte und auch in der Defensive nicht immer sattelfest war. Letztlich schlug sich Grün-Weiß-Rot im Vergleich zum Hinspiel deutlich verbessert und präsentierte sich, trotz der widrigen Vorbereitungsbedingungen der letzten Wochen und Monate, zumindest kämpferisch auf einem guten Level.

Die 1:3-Heimpleite geht völlig in Ordnung. Den Boostedter Treffer markierte Peter Lienhöft per Volley nach feiner Brustablage von Meiko Möller. Es gilt jetzt im Training an die guten letzten Einheiten anzuknüpfen, um in den kommenden Spielen wichtige Zähler im Abstiegskampf zu sammeln.

Eure Liga.


Kurz vor erstem Punktspiel in 2018 – Boostedt testet erfolgreich.

Die Ligamannschaft befindet sich seit Ende Januar mehr oder weniger in der Vorbereitung auf die Rückserie der aktuellen Kreisligasaison. Bedingt durch den lang anhaltenden Winder und die damit einkehrenden Platzsperrungen war an eine normale Vorbereitung kaum zu denken. Mehrfach mussten sich die Kicker des SVB nach Alternativen wie den guten alten Budenzauber in der Sporthalle der Bundeswehrkaserne, einem Kick in der Stefan-Schnoor-Arena oder aber einem Ausflug ins Schwimmbad Neumünster Ausschau halten. Alle bis gestern geplanten Test- und Ligaspiele wurden auf Grund der Witterungsbedingungen bisher abgesagt.

Am kommenden Sonntag soll nun aber laut aktuellem Stand endlich das erste Freiluft-Pflichtspiel für den SV Boostedt stattfinden. Zu Gast ist die Equipe vom Waldstadion beim TSV Flintbek. Das Hinspiel verlor der SVB trotz furioser Aufholjagt daheim unglücklich in der letzten Sekunde noch mit 4:3. Auf dem Kunstrasenplatz in Flitbek möchte sich der SVB am Wochenende für die Heimniederlage revanchieren und dringend benötigte drei Punkte mit nach Hause nehmen.

Um der Mannschaft zumindest etwas Wettkampfpraxis zu vermitteln, nahm Chefcoach Rüdiger Brüggen in dieser Woche die spontane Anfrage aus Kaltenkirchen zu einem Testspiel auf dem Kunstrasenplatz der KT dankend an. Offiziell sollte man gegen die “Zweite” der Kaltenkirchener Turnerschaft spielen. Diese stellte jedoch nur den kleineren Teil an Akteuren. Den Großteil der Spieler bildeten die Kicker der A-Jugend Oberligamannschaft aus “Kaki”.

Mit einer bunt gewürfelten Boostedter Truppe – zwei Gastspieler standen im Kader des SVB, dazu noch zwei A-Jugendspieler – wurde der Gast aus Boostedt von den Jungen Wilden der KT in Durchgang eins böse an die Wand gespielt. Insbesondere über die Außenbahnen kamen die Gastgeber häufig zu gefährlichen Tormöglichkeiten. Auch die Boostedter Fahrlässigkeit der Hinrunde keimte im Spiel des SVB regelmäßig auf, sodass Kaltenkirchen bereits nach 26 Minuten mit 3:0 führte. Lucas Behnke verkürzte in Minute 33. nach einer Ecke per Kopf noch auf 3:1 ehe es rund zehn Minuten später in die Kabine ging.

Durch die taktischen Umstellungen in der Halbzeitpause kam der SVB deutlich besser in die Partie. Insbesondere die Hereinnahmen von Peter Lienhöft und Gastspieler Felix Köster brachten dem SVB deutlichen Aufschwung und wesentlich mehr Zugriff im zentralen Mittelfeld. Nutznießer dieser Umstellung war nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff SVB-Toptorjäger Meiko Möller, der das 3:2 erzielte und Boostedt wieder Morgenluft schnuppern ließ (50.). Nur vier Minuten später netzte der zweite Gastspieler Lawson Afnakwha für Grüß-Weiß-Rot und staubte nach Lienhöfts Pfostenschuss zum 3:3-Ausgleich ab (54.). Eine Minute später (55.) jubelte sodann wieder der Gastgeber, der nach einem fragwürdigen Strafstoß erneut die Führung übernahm. Davon ließ sich der SVB jedoch nicht irritieren, der wie verwandelt aus den Katakomben kam und das Spiel mehr und mehr beherrschte. Denn in Minute 62 umkurvte Boostedts Lienhöft den Keeper der KT und glich zum erneuten Ausgleich aus. In der Folge verpasste der SVB dann noch einige gute Einschussmöglichkeiten, ehe Marten Kock in Minute 81. per Elfmeter das 4:5 erzielte. Nur vier Minuten später machte dann Köster nach einem toll vorgetragenem Konter mit dem 4:6 den Deckel drauf (85.).

Während Halbzeit eins zum Teil unterirdisch war, spielte der SVB in Durchgang zwei den Fußball, den Trainerduo Brüggen/Kröger gerne sehen möchte. Vielleicht war am Ende auch die Kraft der Jugendspieler der KT ausgeschöpft. Alles in allem war das Spiel in Kaltenkirchen ein guter Test, um am Wochenende in Flintbek eine gute Figur abgeben zu können.

Kader SVB:
Rasch – Haase, Dose (Vogler), Fanasch, Oliwniak – Brüggen (Lienhöft), Vogler (Köster), Kock, Behnke (Schacht) – Möller – Lawson

Torfolge:
1:0 Kaltenkirchen (5.)
2:0 Kaltenkirchen (23.)
3:0 Kaltenkirchen (26.)
3:1 Lucas Behnke (33.), Vorlage: Marten Kock
3:2 Meiko Möller (50.), Vorlage: Hannes Haase
3:3 Lawson Afnakwha (54.)
4:3 Kaltenkirchen (55., FE)
4:4 Peter Lienhöft (62.), Vorlage: Timo Schacht
4:5 Marten Kock (81., FE)
4:6 Felix Köster (85.), Vorlage: Peter Lienhöft


Rückblick zur Spartenversammlung vom 20.02.2018

Auf der diesjährigen Spartenversammlung am 20.02.2018 im Sportlertreff zu Boostedt wurde Fußball-Obmann Heiner Blunck mehrheitlich in seiner Position für die nächsten zwei Jahre bestätigt. Der alte wie neue erste Mann an der Spitze der Boostedter Fußballabteilung dankte den zahlreichen Anwesenden für das ihm gegenüber geäußerte Vertrauen, merkte aber auch an, dass in Zeiten der Digitalisierung gegebenfalls auch mal ein Jüngerer ran müsste. Blunck äußerte als Ziele seiner neuen Amtszeit, dass man es schaffen wolle, eine Großfeldmannschaft bei den Frauen zu stellen sowie die Sportanlage weiter zu modernisieren.

Neben Heiner Blunck wurde auch Jugend-Obmann Stefan Roger in seinem Amt bestätigt. Der akribische Roger setzte es sich seinerseits auf die Fahnen, die erfolgreiche Zusammenarbeit innerhalb der SG mit dem Großenasper SV auf den Herrenbereich übertragen zu wollen. Er sei davon überzeugt, dass dies der Weg für eine gute Zukunft beider Vereine sei.

Nach über 30 Jahren verabschiedete sich Ines Zimmer aus ihrer Tätigkeit im Damen-und Mädchenbereich des SVB. Mit Christin Kullick konnte jedoch eine junge wie ambitionierte Nachfolgerin gefunden werden.

Jung und dynamisch soll es künftig auch in der Marketingabteilung des SVB her gehen. Tobias Dose beerbte hier Marcus Domanowski, der nach fünfzehn Jahren kürzer treten wollte. Unterstützung erhält Dose von Isi Grümmer und Lars Kröger, die beide die PR-Arbeit dieser Abteilung in die Hände nehmen werden.

Nicht besetzt werden konnte die Stelle des Liga-Obmanns, welche Lars Kröger nach vier Jahren wegen seines künftigen Jobs in der Zweiten Herren des SV Boostedt an den Nagel hängte.

Für einen Paukenschlag sorgte Vize-Obmann Günter Stoellger am Ende des Abends, als er mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt von seinem Amt erklärte. Er wolle dem Verein aber in beratendener Funktion zur Seite stehen. Zudem wolle er auch weiter den von ihm ins Leben gerufenen Förderkreis betreuen. Obmann Heiner Blunck respektierte den Wunsch und sagte eine rasche Lösung zu. Wir berichten, wenn es Neuigkeiten dazu gibt.


SV Boostedt Liga plant bereits für die neue Saison

Der SV Boostedt treibt seine Planungen für die kommende Saison weiter voran. Nachdem der bisherige Kader der Liga soweit seinen Verbleib auch für die Spielzeit 2018/19 zugesagt hat, sind nun auch die Trainerposten final verpackt worden. Rüdiger Brüggen wird die Elf aus dem Waldstadion auch in der nächsten Serie als Cheftrainer anführen. Zu seiner Seite wird dann aber Jenner Appelt als neuer Co-Trainer stehen. Diese Lösung war notwendig, nachdem der bisherige zweite Mann der Ersten Herren des SVB, Lars Kröger, zum Saisonende sein Ausscheiden aus der “Ersten” verkündet hatte.

“Nach 16 Jahren Liga, sowohl als aktiver Spieler als auch als Funktionär, war es für mich an der Zeit, einen Perspektivwechsel vorzunehmen. Diesen habe ich mit dem Posten des Cheftrainers unserer Zweiten Herren finden können. Der Abschied von den Jungs aus der Liga fällt mir natürlich immens schwer. Ich werde dem Team aber irgendwie ja erhalten bleiben, da die Zusammenarbeit der verschiedenen Mannschaften auch im kommenden Jahr gleich eng bleiben wird. Wir sind eine große Fußball-Familie, die auch in dieser neuen Konstellation miteinander verbunden bleiben wird.”, so Lars Kröger über die Hintergründe seiner Entscheidung.

An die Seite von Kröger wird Björn Bielenberg stoßen, der bis dato Co-Trainer der A-Jugend war. Die beiden werden die große Aufgabe zu bewältigen haben, die “Zweite” zur Spielzeit 2018/19 weitestgehend neu aufzubauen. “Da sind wir ganz gut davor. Die Mannschaft nimmt Konturen an. Wir sind aber auch von personellen Entwicklungen unserer anderen Teams abhängig. Insbesondere von denen in der Liga.”, hielt Kröger den derzeitigen Entwicklungsstand der künftigen Boostedter Reserve fest.

Und in Punkto künftiger personeller Aufstellung des SVB in der Liga zeichnen sich derzeit die beiden aktuellen Coaches der Ersten Herren als verantwortlich, Rüdiger Brüggen und Lars Kröger. “Wir führen neben den eigenen Leuten selbstverständlich auch Gespräche mit Externen. Denn bei uns gibt es ein, zwei Positionen, wo wir in der Breite besser aufgestellt sein müssen, um uns sportlich zu verbessern. Dazu suchen wir gezielte Verstärkungen, mit denen wir uns momentan unterhalten. Wir sind da guter Dinge.”, bilanzierte Chefcoach Brüggen.

Trotz aller guten Gespräche laden die Übungsleiter des SVB alle Interessierten zu Besprechungen ein. “Initiativbewerbung würde man es im Berufsleben nennen. Wer also Bock hat, Teil der Boostedter Fußball-Familie zu werden, kann sich gerne an uns wenden. Wir sind für alle drei Herrenmannschaften auf der Suche und offen für jedermann. Wir suchen im Übrigen aber auch im Frauenbereich für das dortige Team Spielerinnen.”, schließt Kröger das Thema Transfers ab.

Wer also möchte, kann sich gerne bei uns melden. Der SV Boostedt steht für Spaß an der schönsten Nebensache der Welt.


Hinrunden-Rückblick des SV Boostedt

Wir ziehen Fazit aus den ersten 15 Saisonspielen.

Kaum zu glauben, aber wahr. Die Hinrunde der Kreisliga Mitte ist mit dem verlorenen Spiel zu Hause gegen den SV Wasbek für den SV Boostedt seit vergangenem Samstag schon beendet. Dabei hatte die Spielzeit doch gerade erst begonnen – waren die Zeitungen vor dem ersten Match der Saison gegen die „Unbesiegbaren“ vom TSV Wiemersdorf doch voll mit Berichten über die beeindruckende Serie des Aufsteigers. Es erscheint beinahe, als wäre das gestern gewesen. Tatsächlich gastiert der SV Boostedt am kommenden Samstag aber schon zum Rückspiel bei eben jenem TSV Wiemersdorf. Während der aktuellen Saison ist viel passiert in der Liga: beispielsweise kann der TSV Wiemersdorf dann doch noch verlieren und Blerim Bara vom FC Torpedo erweist sich als personifizierte Tormaschine. Wir fokussieren uns aber stets auf den SV Boostedt und blicken daher auf unsere Ligamannschaft zurück, graben ein paar Statistiken aus, vergleichen ein bisschen mit der letzten Saison und ziehen ein kleines Zwischenfazit.

Tabellenplatz und –entwicklung
Nach den ersten 15 ausgetragenen Partien (einige Teams liegen noch bei 13 oder 14 Spielen) rangiert der SV Boostedt auf Tabellenplatz neun der neuen Kreisliga Mitte. Mit fünf Siegen konnte nur ein Drittel der Saisonspiele gewonnen werden. Dem gegenüber stehen zwei Unentschieden und acht Niederlagen bei einem Torverhältnis von 32:40 und mageren  17 Punkten. Unterm Strich ist das eine dürftige Ausbeute für den SV Boostedt, der sich insbesondere zu Beginn der Spielzeit als Fahrstuhlmannschaft entpuppte und sich vor Saisonbeginn doch mehr erhofft hatte. Einer guten Partie folgte zumeist am folgenden Wochenende wieder eine heftige Ernüchterung, die den SV Boostedt in der Tabelle nicht an die obere Tabellenregion anknüpfen ließ. Die beste Platzierung belegte der SVB nach dem zweiten Spieltag mit Position fünf. Insbesondere die inkonstanten Leistungen und individuellen Fehler sind ausschlaggebend für das bescheidene Abschneiden in der Hinrunde.
Der Vergleich zur Hinrunde der letzten Saison fällt ebenfalls schlecht aus. Zwar sind durch die Ligareformen durch den SHFV vor der aktuellen Spielzeit neue und teilweise unbekannte Teams zur Liga hinzugestoßen, welche die neue Kreisliga Mitte doch etwas starker gemacht haben. Dennoch sind die Unterschiede nicht allzu gewaltig. Im letzten Jahr belegte der SVB nach der Hinrunde in der alten Kreisliga Neumünster den sechsten Tabellenplatz mit 21 Punkten, sechs Siegen, drei Unentschieden und vier Niederlagen bei einem Torverhältnis von 20:20.
In der Heimtabelle der Kreisliga rangiert der SVB nach neun ausgetragenen Spielen im Waldstadion nur auf Rang zehn mit zehn Punkten. Lediglich drei Spiele konnten bisher zu Hause vor eigenem Publikum gewonnen werden, bei einem Remis. Fünf wurden verloren. In der Auswärtstabelle sieht es nicht wesentlich besser aus. Platz neun. Aus sechs Auswärtspartien nahm Boostedt nur sieben Zähler mit.

Die Offensive
… macht dennoch Mut. Mit 32 Treffern konnte der SVB glatte zwölf Tore mehr als im Vergleich zur Hinserie der letzten Saison erzielen. Das bedeutet aktuell die achtbeste Offensive. Es hätten aber gut und gern noch wesentlich mehr „Buden“  sein können. Die Chancenverwertung und das Herausspielen von Tormöglichkeiten bleibt weiterhin ein großes Manko. Positiv zu bemerken ist allerdings die Gefahr beim ruhenden Ball. In Standartsituationen zeigte sich Boostedt zuletzt deutlich verbessert.

Die Defensive
… bleibt nach wie vor das größte Sorgenkind des SV Boostedt. Dabei ist hervorzuheben, dass sich diese nicht nur auf Verteidiger und defensive Spieler beschränkt. Die Abwehrarbeit beginnt schon beim vordersten Stürmer. 40 Gegentreffer kassierte der SV Boostedt in 15 Hinrundenpartien – das ist viel zu viel und bricht dem SVB in dieser Spielzeit zu oft das Genick. Ligaweit hat der SV Boostedt damit die siebtschlechteste Defensive. Nur zweimal spielte der SVB zu null. Siebenmal kassierte Grün-Weiß-Rot schon vier oder mehr Gegentore in einem Spiel. Insbesondere die 3:4 Niederlage gegen Flintbek und das 4:4 Unentschieden gegen Türkspor Neumünster sind beste Beispiele dafür, dass die vielen gefangenen Gegentore letztlich wertvolle Punkte im bisherigen Saisonverlauf kosteten.

Fairness
Boostedt ist aktuell das viertfairste Team der Liga. 28 gelbe und zwei gelb-rote Karten sammelten die Spieler des SVB bislang. Das liest sich zum einen sehr schön. Zum anderen spricht es Bände. Boostedt agiert in vielen Situationen zu brav und bietet dem Gegner stets Möglichkeiten das eigene Spiel aufzuziehen. Manchmal wünscht man sich in Boostedt Spieler, wie unseren heutigen Co-Trainer Lars Kröger oder einen Björn Bielenberg, die in den entscheidenden Situationen mal ein Zeichen setzten oder ein taktisches Foul begangen. Stattdessen häufen sich die Karten wegen Meckerns oder Reklamierens.

Dauerläufer
Kommen wir zur Spielerstatistik. Insgesamt setzte Brüggen in dieser Saison schon 25 verschiedene Akteure ein. Darunter Torwart-Methusalem Andreas „Kohle“ Köhler (Bild), der diese Saison schon zwei mal zwischen den Pfosten des SVB aushelfen musste und sein Comeback in der Ligamannschaft gab. Als einziger Spieler im Kader des SVB stand Peter Lienhöft in jedem Spiel auf dem Feld und verpasste mit 1350 Spielminuten nicht eine einzige Sekunde der Hinrunde. Auf 14 Einsätze kommt Meiko Möller, der mit 1221 Minuten auf Platz zwei liegt. Den dritten Rang belegen mit 13 Einsätzen Chris Rasch und Marvin Wziontek (je 1170 Minuten) und Tobias Dose (1139 Minuten).

Kurzeinsätze
Lucas Behnke (Bild) stand in dieser Saison elfmal in der Startaufstellung. Achtmal wurde der Außenbahnspieler vor Ende der 90 Minuten vom Platz geholt. Der höchste Wert der Ligamannschaft. Christian Wehde durfte sechsmal früher duschen gehen. Für Tim Schumacher war der „Arbeitstag“ bereits fünfmal früher zu Ende.
Auf der anderen Seite ist Luca Grammes mit sechs Einwechslungen der Spieler, der am häufigsten ins kalte Wasser geschmissen wurde. Ihm folgt mit fünf Einwechslungen Kai Schwardt. Kurios: Bei all seinen fünf Einsätzen der Saison kam Schwardt von der Bank und sammelte bislang nur 42 Spielminuten. Wir hoffen, dass in der Zweiten Saisonhälfte noch wesentlich mehr hinzukommt. Viermal wurde Christian Wehde die Rolle des „Jokers“ zuteil.

Kartensammler
Wie bereits oben erwähnt, ist der SV Boostedt eines der fairsten Teams der Liga. Mannschaftsintern ist Tobias Dose (Bild) mit sieben gelben Karten der Spieler, der am häufigsten vom Schiedsrichter ermahnt wurde. Danach folgt Frederick Stein, der bisher fünfmal den „gelben Karton“ sah. Zudem heimste er einmal gelb-rot ein. Kurios hierbei: Stein erhielt den Platzverweis nicht auf Grund eines wiederholten Fouls o. Ä. Nachdem er sich beim 0:3 Auswärtssieg in Aukrug außerhalb des Spielfeldes die Schleifen machte und unangemeldet wieder das Grün betrat, verwies Ihn Schiedsrichter Zekeriya Tural des Feldes. Den zweiten Platzverweis der Saison erhielt Marten Kock im Spiel gegen Türkspor Neumünster nach wiederholtem Foulspiel.

Vorlagengeber
Obwohl Boostedts zentraler Mittelfeldspieler Peter Lienhöft (Bild) in dieser Spielzeit schon das ein oder andere Mal in der Innenverteidigung aushelfen musste, sammelte der 28-Jährige bislang die meisten Torvorlagen. Fünf Mal  bediente er einen anderen Mitspieler, der daraufhin ein Tor erzielte. Christian Wehde sah bisher viermal seinen Nebenmann. Der verletzte Marco Schramm liegt aktuell bei drei Assists.

Goalgetter
Bester Torjäger in den Reihen des SV Boostedt ist Meiko Möller (Bild), der in 14 Partien bisher elf Treffer erzielen konnte. Zum Vergleich: in der vergangenen Spielzeit war Marco Schramm mit insgesamt neun Toren in der kompletten Saison Boostedts bester Torschütze. Jener Marco Schramm teilt sich in dieser Saison zusammen mit Peter Lienhöft und Lucas Behnke den mannschaftsinternen zweiten Platz. Alle drei Akteure konnten bisher viermal „netzen“. Drei Tore erzielten Christian Wehde und Marten Kock.

Scorerpunkte
Auch in dieser Rubrik liegt Boostedts Toptorjäger Meiko Möller ganz vorn. Zu seinen elf Toren kommen zwei Torvorlagen dazu, was insgesamt 13 Scorerpunkte macht. Auf Platz zwei liegt Peter Lienhöft mit 9 Scorerpunkten (vier Tore, fünf Vorlagen). Aufs „Treppechen“ schaffen es Marco Schramm und Christian Wehde (je sieben Scorerpunkte).

Wer sich die gesamte Spielerstatistik ansehen will, klickt oben auf den Reiter „Statistik“.

Was ist sonst noch passiert beim SV Boostedt? Einmal mehr plagen den SVB etliche Verletzungssorgen. Am heftigsten hat es Stürmer Marco Schramm (Bild) erwischt, der mit seinem verletzten Knie noch Monate auszufallen droht. Ebenso Boostedts Schlussmann Phillip Hanisch, der sich in einem Testspiel als Feldspieler das komplette Sprunggelenk zerstörte. Auch Hannes Krämer kann seine hartnäckigen Leisten- und Kniebeschwerden nicht abschütteln. Zudem kommen die anhalten kleineren Verletzungen bei Tim Schumacher, Lucas Behnke, Maunel Vogler, Bjarne Hartz und Hannes Haase. Alle Spieler kommen permanent nicht richtig in den „Tritt“, sodass Boostedt eben diese Qualität in den Spielen aber auch in der Trainingsarbeit.

À propos Training. Die Trainingsbeteiligung, die in den vergangenen Jahren deutlich zu wünschen übrig ließ, hat sich deutlich gebessert. Dennoch – da geht noch mehr. Aktuell trainiert die Ligamannschaft häufig zusammen mit der eigenen Zweiten, da diese derzeit arg personell auf dem „Zahnfleisch kriecht“.

Fehlt nur noch ein Wort zu unseren A-Jugendspielern. Insgesamt fünf Youngster hat der SVB in seinen Reihen, für die die Ligamannschaft keine Freigabe für den Seniorenbereich erhält (wir berichteten). Daher bleibt Timo Schacht, Jannis Petersen, Maximilian Goriwoda, René Brüggen und Linus Zeller nichts anderes übrig, als mit der Liga zu trainieren, Spielpraxis aber in der A-Jugend zu sammeln. Erfreulich an der ganzen Sache: keiner der Spieler erwägt einen Wechsel in der kommenden Winterpause sondern bleiben dem SVB treu, um dann in der Spielzeit 2018/19 voll angreifen zu können.

Auch in Sachen Sponsoring und Ausrüstung gibt es tolle Nachrichten zu vermelden. Wer intensiver Beobachter der Liga ist, wird erkannt haben, dass der zurückgekehrte Nils Brunswieck (Bild) seinem Ruf als Top-Mannschaftsmanager einmal mehr gerecht wurde. Mit zwei neuen Trikotsätzen, neuen Trainings- und Spielbällen, neuen Taschen, Trainingsanzügen sowie Aufwärmshirts und –jacken und Hoodies für die Trainer, ist der SV Boostedt einmal mehr besser ausgestattet, als es so mach höherklassige Mannschaft von sich behaupten kann. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an Nils und sein großes Engangement.

Fazit:
In der für die am vergangenen Dienstag einberufenen Mannschaftsbesprechung wurde eines deutlich: der Fußballvorstand steht nach wie vor zu und hinter dem Trainergespann. Völlig zu Recht auch. Rüdiger Brüggen hatte bei seinem Amtsantritt dann doch eine Herkulesaufgabe zu bewältigen. Jetzt nach einer Halbserie ein Urteil zu fällen, ist schwer. Die Ergebnisse sind noch nicht das Gelbe vom Ei. Die Handschrift des neuen Coaches ist aber erkennbar. Es liegt an der Mannschaft die neuen Impulse von der Trainerbank zu verinnerlichen und anzunehmen. Das Potential – insbesondere bei den jungen Spielern – ist vorhanden, sodass perspektivisch betrachtet beim SV Boostedt in Zukunft eine positive Entwicklung erkennbar sein wird. Trotzdem muss der SV Boostedt in der Rückserie noch eine Schippe drauflegen und sich deutlich steigern, um nicht zu tief in die unteren Tabellenregionen zu rutschen. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass der SV Boosedt mit Recht im Mittelmaß der Kreisliga steht. Mit mehr Cleverness kann Grün-Weiß-Rot aber in der Rückserie sicherlich noch den ein oder anderen Tabellenplatz nach oben klettern.

Eure Liga.